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Neue Unternehmensanleihen
UnternehmensanleihenWodurch zeichnen sich Unternehmensanleihen aus?
Zusätzlich zu Bundesregierung, Bundesländern und Kommunen begeben auch Industriebetriebe Bonds. Als Unternehmensanleihen werden solche Schuldverschreibungen deutscher Gesellschaften, ihrer Auslandstöchter oder internationaler Gesellschaften angesehen. Der Käufer einer solchen Schuldverschreibung vergibt für einen begrenzten Zeitraum ein Darlehen an das betreffende Institut und bekommt neben dem am Ende der Laufzeit angelegten Betrag regelmässig feste Zuzahlungen.
Auf Staatsanleihen und Unternehmensanleihen entfällt neben dem Bereich Equity und Funds ein großer Teil aller Anlageprodukte. Wodurch zeichnen sich Unternehmensanleihen aus? Bei den emittierenden Wirtschaftsunternehmen sind Anleihen eine sinnvolle Variante oder ein Zusatz zur üblichen Bankkreditaufnahme, da sie in der Regel Wertpapiere benötigen, über die gerade jüngere Firmen noch nicht verfügen.
Ein weiterer Vorteil für die emittierenden Gesellschaften ist die erhöhte Liquiditätsausstattung, die Bankenunabhängigkeit und die flexible Struktur der Anleihe. Die so genannten Mittelstandsobligationen sind für den Mittelstand eine relativ neue Refinanzierungsform über den Finanzmarkt. Medium-Market-Bonds sind Unternehmensanleihen mit einem Ausgabevolumen von in der Regel 15 bis 150 Mio. EUR, einer Standardlaufzeit von fünf Jahren und einem festen Kupon.
Was sind die Vorzüge von Unternehmensanleihen gegenüber anderen Anleihenformen? Ratingagenturen, die die Kreditwürdigkeit von Ländern und Firmen beurteilen, bestätigen in der Regel, dass Länder eine bessere Kreditwürdigkeit haben als diese. Sogar Firmen mit ausgezeichneten finanziellen Ressourcen müssen daher mehr Zins auf ihre Obligationen zahlen als Länder mit der besten Kreditwürdigkeit. Unternehmensanleihen weisen daher im Gegensatz zu Bundesanleihen aufgrund ihrer geringeren Kreditwürdigkeit häufig eine bessere Ausbeute auf.
Anders als bei einer Stammaktie, die zu einer direkten Teilnahme des Anteilseigners an einem Unter-nehmen führt, sind die Besitzer von Unternehmensanleihen nur Investoren für das Geschäft des Unter-nehmens. Unternehmensschuldverschreibungen haben eine fixe Fälligkeit und einen fixen Zinssatz, während sie auf unbestimmte Zeit angelegt werden können und deren Werte erheblich variieren können.
Eine weitere wichtige Unterscheidung zwischen Unternehmensanleihen und Wertpapieren existiert im Falle eines Unternehmenskonkurses: Anleihegläubiger werden vor den Anteilseignern und Bankdarlehen, die aus der Insolvenzmasse zu begleichen sind, betreut. Zu den Vorteilen von Unternehmensanleihen gehört neben den laufenden Zinsen auch die mögliche Erhöhung des Anleihepreises durch ein besseres Bonitätsrating während der Laufzeit. 2.
Was sind die Benachteiligungen von Unternehmensanleihen im Vergleich zu anderen Anleihen? Auf Grund der äußerst tiefen Zinssätze für gesicherte Bundesanleihen sind die Erträge aus Unternehmensanleihen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Bei den Unternehmensanleihen kann der Preis während der Laufzeit aufgrund einer Ratingverschlechterung nachgeben. Nachteilig ist auch das Risiko des Ausfalls bei Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten.
Für Gesellschaften außerhalb des Euro-Raums ergibt sich zudem ein Wechselkursrisiko. Da sich der Unternehmenshandel im Vergleich zu anderen Obligationen nicht auf wenige Märkte beschränkt, kann es für den Veräußerer schwer sein, einen potenziellen Erwerber für eine spezielle Firmenanleihe zu gewinnen. Anders als bei Staatsschuldverschreibungen kommt der Kreditwürdigkeit des Schuldners bei der Preisentwicklung von Unternehmensanleihen eine größere Bedeutung zu.
Dabei wird die Kreditfähigkeit der Einzelgesellschaften durch Ratingagenturen geprüft und klassifiziert. Die Klassifizierung hat Auswirkungen auf die Konditionen der noch auszugebenden Schuldverschreibungen und die Renditen: Die Verzinsung der Schuldverschreibungen ist in der Regel auf die Laufzeit der Schuldverschreibungen begrenzt: Ein Bond mit einem sehr gutem Bonitätsrating und damit einer höheren Bonitätseinstufung hat eine geringere Verzinsung als Bonds mit einem niedrigeren Ratings.
Manche Obligationen haben daher einen Step-up-Coupon oder Step-down-Coupon: Abhängig von den Ausgabebedingungen erhöht oder erniedrigt die emittierende Gesellschaft den Nominalzins, wenn sich das Rating ändert. In solchen Indices wird die Wertentwicklung mehrerer Obligationen unterschiedlicher Firmen mit gleicher Fälligkeit kombiniert. Prinzipiell sind Unternehmensanleihen für Anfänger ungeeignet, besonders solche von Firmen mit mittlerer oder geringer Kreditwürdigkeit.
Zur Reduzierung des Ausfallrisikos von Unternehmensanleihen sollten sich Einsteiger an Investmentfonds mit vielen verschiedenen Unternehmensanleihen orientieren. Die so erreichte Diversifizierung bedeutet, dass der Bankrott eines Einzelunternehmens von untergeordneter Bedeutung ist. Crowd Investing ist eine andere Art, kleine Beträge in Firmen und Liegenschaften zu investier.