Wenn von sicheren Geldanlagen die Rede ist, werden neben Festgeld und Tagesgeld auch immer …
Hat Immobilienfonds
Mit ImmobilienfondsOffene Immobilienfonds - Stabil mit Renditepotenzial | Special Edition
In den vergangenen Wochen lagen die laufenden Erträge von Schuldverschreibungen mit der höchsten Bonitätseinstufung zwischen 0,3 und 0,6 Prozentpunkten. In Anbetracht der derzeitigen Teuerungsrate von 0,4 Prozentpunkten (Novemberwert) besteht für die Anleger das Risiko einer negativen realen Verzinsung, die zu einem Rückgang der Vermögenswerte führt. Vor diesem Hintergrund steigt die Nachfrage nach weniger stark schwankenden Wertentwicklungen wie zum Beispiel im Aktienbereich, die aber dennoch die Möglichkeit zu attraktiven realen Gewinnen haben.
Immobilienfonds als klassischer Investmentfonds mit langer Historie treten wieder in den Fokus. Eine Immobilie wird z.B. als Wohn-, Arbeits-, Abstell- oder Geschäftsraum verwendet. Grundlage ist ein Pachtvertrag, dessen Laufzeiten vor allem im kaufmännischen Sektor auch mehrere Jahre betragen können. Die vereinbarten Mieterhöhungen während der Vertragslaufzeit eröffnen ein voraussehbares Aufwärtspotenzial.
Dieses Vertragsverhältnis gibt dem Eigentümer der Immobilie planerische Sicherheit und bildet die Basis für langfristige planbare Einkünfte. Auch in den längerfristigen Renditekennzahlen und vor allem in ihrer zeitlichen Schwankungsbreite zeigt sich die absolute Stabilität: Im Berichtszeitraum 1998 bis 2013 war die Gesamtjahresrendite auf dem heimischen Wohnimmobilienmarkt durchgängig gut und in den meisten Jahren im mittelstelligen zweistelligen Bereich.
In dieser Zeit betrug die Schwankungsbreite weniger als 2 Prozentpunkte (Quelle: IPD, notiert nach DWS). Zur Gegenüberstellung: Die von der Deutschen Bank berechnete jährliche Schwankungsbreite des DAX lag von 1998 bis 2013 zwischen 10 und 75 Prozent. Anders als bei einer Direktinvestition in Immobilien bietet der Investmentfonds die Möglichkeit, sich an einem Immobilienportfolio zu partizipieren.
Es gibt zwei Arten von Fonds: die offenen und die geschlossenen Funds. Bei den offenen Anlagefonds handelt es sich um traditionelle Anlagefonds, die in der Regel unbefristet sind und deren Anteilsrechte fortlaufend aufgelegt und zurückgenommen werden können. Im Jahr 2013 wurde in Deutschland eine neue Rechtsgrundlage mit Haltefristen und Rücknahmefristen für den Verkauf von Aktien an den Aussteller eingeführt.
Von diesen unterscheiden sich die geschlossenen Investmentfonds klar, sie haben in der Regel fixe Anlageziele und -volumina, nach erfolgter Plazierung des Zielbetrages ist ein Kauf oder Verkauf über den Fondsanbieter nicht mehr möglich. Im Laufe der Fondslaufzeit werden aus den generierten Geldern Dividenden an die Investoren ausgeschüttet, an deren Ende der Investmentfonds aufgelöst und das Vermögen ausgezahlt wird.
Nach Angaben des BVI Bundesverbandes Investition und Asset Management managen Immobilienfonds in Deutschland inzwischen ein Vermögen von 135 Mrd. EUR. In den ersten neun Monate 2015 verzeichneten die Offenen Immobilien-Publikumsfonds Nettozuflüsse von 2,4 Mrd. EUR. Rund 60 Prozent des Fondskapitals wurden in Büroimmobilien angelegt, der zweite Fokus lag auf Einzelhandel und Gastro mit einem Marktanteil von fast einem Quartal.
Investiert wird vorzugsweise in Großobjekte, der Marktwert von 57,9 Prozent des Immobilienfonds beträgt über 100 Mio. EUR. Rund die Haelfte der bisherigen Mietverhaeltnisse hat eine Mindestlaufzeit bis 2020.