Weil die Geldanlage in einzelne Aktien nur etwas für erfahrene Anleger ist, sollten private …
Schiffsbeteiligungen Risiko
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Sie haben in einen Schiffsfond investiert? Dass diese Schifffahrtsinvestition eine Unternehmensinvestition ist, die daher auch das Risiko eines Totalverlusts in sich birgt? Daß Auszahlungen nicht heißen, daß Profite gemacht wurden, sondern nur, daß Sie Ihr hinterlegtes Kapital zurückbekommen? Zahlreiche Investoren in Werften erhalten ihre Anteile an einem Werftenfonds als sicheres Investment mit hoher Renditeerwartung.
Jedenfalls wurde den Investoren zugesagt, dass sie ihr Kapital zurückbekommen würden, weil das Boot seinen Preis hatte und im ungünstigsten Falle immer noch sein Gegenwert war. Die Zehntausenden von Investoren in Schiffsbeteiligungen haben mittlerweile das Gefühl, dass dies alles eine LÃ?ge war. Wenn man ihnen die Treue gehalten hätte, hätte niemand einen Schiffsfond unterschrieben.
Allerdings wollten die Kreditinstitute und Investmentberater durch die Maklertätigkeit von Schiffsbeteiligungen, hohen Kommissionen von 10% und mehr des Zeichnungsbetrages einbringen. Das Brokerage von Schiffsbeteiligungen war ein gutes und gesichertes Business für die Investmentberater und -initianten, aber kaum für den Anlegern. Investoren eines Schifffonds sind auch als Kommanditist an einer KG beteiligt, nämlich einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH &Co KG).
In vielen Fällen ist aber auch ein Trustee involviert, wobei die Investoren nur so genannte indirekte Teilhaber werden. Die KG übernimmt ein oder mehrere Fahrzeuge oder die KG eine Beteiligung an einer oder mehreren anderen Reedereien, die das/die betreffende(n) Schiff(e) haben. So wird der Investor eines Schifffonds nicht Mitinhaber eines Schiffes, sondern beschränkt haftender Gesellschafter einer KG, die im Gegenzug ein Boot übernimmt oder in andere Reedereien investiert.
Schiffsfonds " ist kein rechtlicher Ausdruck, sondern ein Marketing. Die Marktentwicklung für Schiffsfonds hat sich seit der weltweiten Wirtschaftskrise 2008 als äußerst problematisch erweisen. Auf dem Schiffahrtsmarkt entscheiden auch Angebote und Nachfragen. Im Falle eines Überangebots an Seeschiffen sinken die Chartertarife ohne eine entsprechende Reduzierung der Unterhaltskosten.
Dies hat letztendlich zu unzähligen Schiffskassen geführt. Zahlreiche Werften befinden sich nach dem Schiffsverkauf in der Zahlungsunfähigkeit oder Auflösung. Die Einkaufspreise für die Boote waren oft zu hoch. Doch nur so konnte der Schiffsfond zum Kauf angeboten werden. Wechselkursrisiken sind ein weiteres Thema für Ship-Fonds. Ship-Fonds sind keine gewöhnlichen Aktienfonds, aber zumindest die Haelfte des gesamten Investitionsvolumens wird durch Darlehen mitfinanziert.
Die Darlehen werden auf dem Schiffmarkt in Dollars und/oder JPY abgeschlossen. Obwohl der globale Markt für Charterflüge auf Dollar-Basis operiert, bleibt das Währungsrisiko des Dollars gegenüber dem JPY und dem EUR die Hauptursache für die latenten Zahlungsschwierigkeiten der Schifffonds. Eine Beleihungsklausel wird ebenfalls regelmässig in die Schiffsfinanzierung einbezogen, d.h. die Hausbank hat das Recht, bei einer geringen Aufwertung des Schiffs zusätzliche Sicherheiten zu verlangen.
Das Kreditinstitut stellt immer sicher, dass es über eine Sicherheit verfügt, und wenn der Schiffswert nicht mehr ausreichend ist, fordert die Hausbank eine besondere Rückzahlung oder andere Sicherstellung. In der Regel bemerken die Investoren dies, wenn Auszahlungen ausfallen. Bei den Restrukturierungskonzepten für Werften wurden zusätzlich Margenansprüche geltend gemacht. Dann können auch die vom Schiffsfond ausgezahlten Dividenden erstattet werden.
Häufig ein Schlag für Investoren, die angenommen hatten, dass die Ausschüttung des Schifffonds die versprochene Rendite sei. Dass die Dividenden trotz der Verluste an sie gezahlt wurden, haben sie nicht bemerkt. Werden solche erfolgsunabhängigen Gewinnausschüttungen vorgenommen, besteht immer das Risiko, dass sie zurückgezahlt werden müssen. Im Einzelfall hat der BGH jedoch wiederholt festgestellt, ob solche Reklamationen mit Schiffsgeldern möglich sind.
Entscheidend ist, in welchem Umfang die entsprechenden Bestimmungen für die Ausschüttungsrückforderung im Partnerschaftsvertrag des Seefonds zu treffen sind, der auch für den rechtlichen Laie nachvollziehbar sein muss. Das Bundesgericht verlangt, dass ein Intermediär seine Mandanten anleger- und anlageorientiert beratet. Die angebotenen Schiffskassen müssen den individuellen Anforderungen des Auftraggebers entsprechen. Alle oben erwähnten Gefahren des Schifffonds müssen ihm in verständlicher Weise erläutert werden.
Hierzu zählt vor allem, dass die KG eine Unternehmensbeteiligung ist und nicht nur das theoretische Risiko des Totalschadens liegt. Ein Schiffsfond ist für sicherheitsbewusste Investoren nicht geeignet. Der Intermediär kann einen Schiffsfond nur solchen Investoren zur Verfügung stellen, die zu erheblichen Risikobereitschaft neigen und auch den totalen Verlust ihrer Investition bewältigen wollen. Erfolgt die Teilnahme an Ihrem Schiffsfond über eine Hausbank, muss diese auf die so genannten Kickback-Zahlungen für die Vermittlungen des jeweiligen Fonds verweisen.
Kickbackzahlungen sind Rückerstattungen oder versteckte interne Provisionen, die die Hausbank vom Auftraggeber des Schifffonds erfährt. Allerdings ist nach Ansicht des Bundesgerichtshofs ein Interessenskonflikt bei der Auszahlung einer internen Kommission, die die Hausbank ihren Mandanten mitteilt. Es besteht der begründete Zweifel, dass sich die Banken bei der Aushandlung eines solchen Schifffonds mehr um ihre eigene Kommission als um das Wohl des Auftraggebers kümmern.
Wurde ein Investor über die Gefahren des Fonds nicht investor- und anlageorientiert informiert oder wird er nicht über wichtige Sachverhalte, wie z.B. die Auszahlung der internen Provision, informiert, hat er Anspruch auf Schadensersatz. Sie wird so platziert, als ob sie nicht den jeweiligen Fonds zeichnete. Die Resch Anwälte sind seit 1986 im Bereich des Anlegerschutzes tätig und ermöglichen den Investoren der Schiffskassen die unentgeltliche Überprüfung ihres Vorhabens.
Falls Sie einen Schiffsfond abonniert haben und nicht über die oben genannten Gefahren informiert wurden, wählen Sie 030 885 97 70 oder beantworten Sie den Befragung.