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Betriebliche Altersvorsorge Krankenversicherung bei Auszahlung
Berufliche Vorsorge Krankenversicherung bei AuszahlungBetriebsrentenversicherung: Krankenversicherungsbeiträge senken die Zahlung - Sozialversicherungen
Betriebsrente: Der Sozialverein vdK Hessen-Thüringen meldet zahlreiche Nachfragen von enttäuschten Rentnern, denn die Kassen wollen bei der Auszahlung von Betriebsrenten und Todesfallversicherungen mehrere tausend Pfund. Viele Sparer wissen daher nicht, dass für das eingesparte Kapital ein Beitrag zur Kranken- und Pflegesicherung zu entrichten ist. Die Verunsicherung der privaten Vorsorgeprodukte nimmt zu. Wie die Thüringische Landeszeitung TLZ schreibt, bekommt der rund 20.000 Versicherte umfassende soziale Verband Hessen-Thüringen (VdK) regelmässig neue Partner, weil die Krankenversicherungen bei der Auszahlung von Betriebsrenten und Versicherungen von ihnen mehrere tausend Euros einfordern.
Der Sozialverein beklagt, dass die Senioren oft nicht wissen, dass die Sozialversicherungen im Fall einer Zahlung wieder ihr Geld in die Brieftasche stecken. Frisant: Die Änderung des Gesetzes betrifft auch Mitarbeiter, die ihre betriebliche Altersversorgung weit vor 2004 beendet haben. Zuvor waren die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge nur dann zu entrichten, wenn die Direktversicherungen als monatliche Rente gezahlt wurden.
Auch die Neueinsteiger sind enttaeuscht, weil die angefallenen Beitraege nicht in den jaehrlichen Standanmeldungen der Kassen ersichtlich sind. Wegen der erbitterten Folgen für die privaten Vorsorgesparer hat der VdK bereits vergeblich versucht, gegen die Gesetzesänderungen vorzugehen. "Der VdK sah in dieser Veränderung einen Verstoß gegen den Vertrauensschutz und leitete Musterprozesse", so Philipp Stielow, Pressesprecher des VdK Hessen-Thüringen, gegenüber der THÜRINGISCHEN LANDESZITEL.
Sie ist auch deshalb ärgerlich, weil die Änderung des Gesetzes die Privatvorsorge abschwächt und weniger attraktiv macht. Der Soziologe erläutert, dass Personen mit gesetzlicher Krankenversicherung prinzipiell Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung aufzubringen haben. Ein Zwanzigstel des Auszahlungsbetrages wird als monatliche Auszahlungshöhe geschätzt - auf dieser Grundlage wird die Versicherungsprämie berechnet. "In diesem Fall müssen keine Beiträge zur Krankenversicherung aus dem Teil der Versicherungssumme gezahlt werden, der aus den Privatbeiträgen des Versicherungsnehmers stammt" (1 BvR 1660/08).
Der GDV bemängelt auch, dass die Sozialversicherungsbeiträge die betriebliche Altersversorgung massiv mindern. Der Verein plädiert derzeit in einem Grundsatzpapier dafür, dass der Gesetzgeber und die Krankenversicherungen in diesem Bereich weniger streng vorgehen. Die gesetzlichen Versicherten müssen den gesamten Kranken- und Pflegebeitrag auf ihre betriebliche Altersversorgung abführen. Aus diesem Grund erhalten die Versicherten oft mehrere tausend Euros weniger als sie gehofft haben.
Ausserdem muessten die Renteneinkuenfte ab 2040 zu 100 Prozent besteuert werden.