Wer sein Geld breit gestreut anlegen will, kommt um eine Anlage in Fonds nicht herum. Denn er tut …
Nettoinventarwert
SubstanzwertDer NAV ( "Fonds") im Überblick
Das Nettoinventarwert (NAV) ist ein Indikator im Bereich der Aktie und der Investmentfonds. Der Nettoinventarwert (NAV) ist bei Investmentfonds der gesamte Fondswert des jeweiligen Teilfonds. Der Nettoinventarwert wird in der Regel auch pro Anteil ausgewiesen. Der NAV wird oft auch als "innerer Wert" eines Anteils genannt.
Dann wird der Wert durch die Zahl der ausstehenden Einheiten geteilt. Konkret: Zur Ermittlung des Net Asset Value werden die Tageskurse aller im betreffenden Teilfonds enthaltenen Titel aufaddiert. Der Nettoinventarwert errechnet sich aus der Summe der Barreserve und abzüglich aufgelaufener Aufwendungen, wie z.B. aufgenommener Darlehen oder sonstiger Passiva.
Diese wird dann durch die Zahl der emittierten Anteilscheine dividiert. Diese Quote ist der Rücknahmekurs des Anteils (abzüglich etwaiger Rücknahme- und Depotgebühren). Einfaches Beispiel: Die Ermittlung des Nettoinventarwertes eines Anlagefonds basiert auf folgenden Werten: Wären am Tag der Ermittlung 25'000 Anlageanteile ausstehend, würde der Nettoinventarwert CHF 100 pro Anlage betragen (CHF 2'500'000 / 25'000 Anlageanteile).
Veräußert ein Aktionär seine Anteile an diesem Tag, erhält er CHF 100 pro Aktie, abzüglich etwaiger Rücknahme- und Verwahrgebühren. Wer an diesem Tag Anteile erwerben will, zahlt den Nettoinventarwert von CHF 100 pro Anteile zuzüglich des Ausgabeaufschlages des Teilfonds. Dies bedeutet, dass Sie beim Vertrieb Ihres Anteils in der Regel weniger Mittel bekommen, als Sie bei der Performanceberechnung erwarten würden.
Was die Ausgabe- und Rücknahmepreise bewirken
Täglich wird von der depotführenden Bank der Fondsanteil errechnet ( "bei wenigen Anlagefonds nur einmal pro Woche"). Zu diesem Zweck bestimmt die depotführende Bank die Tageskurse aller im Sondervermögen befindlichen Papiere, summiert sie, summiert den Betrag der Liquiditätsreserve und rechnet die aufgelaufenen Aufwendungen im Sondervermögen ab. Daraus resultiert der Net Asset Value, auch NAV ("Net Asset Value") genannt.
Dieser Nettoinventarwert wird dann von der Depotstelle durch die Anzahl der emittierten Anteile geteilt. Die Rücknahmepreise des Sondervermögens sind in den meisten Ländern bereits festgelegt. Falls die Fondgesellschaft ihren Kundinnen und Kunden jedoch Rücknahmeabschläge berechnet, müssen diese zunächst vom NAV in Abzug gebracht werden, damit sich der Rücknahmepreis errechnet. Zur Bestimmung des Ausgabepreises wird der Inventarwert durch die Depotstelle um den Emissionsaufschlag angehoben.
Der Nettoinventarwert und der Rückzahlungspreis betragen 100 EUR, der Emissionszuschlag 5,0 %. Der Ausgabekurs liegt damit bei 105 EUR. Der Gegenwert zum Frontendlast in Großbritannien und den USA wird als Anfangs- oder Frontendlast bezeichnet und nicht auf den investierten Nettobetrag, sondern auf den Bruttobetrag, d.h. einschließlich der Ankaufsgebühr, errechnet.
Dies bedeutet, dass eine anfängliche britische oder amerikanische Gebühr von 5,0 Prozentpunkten einem deutschen Emissionsagio von 5,26 Prozentpunkten entsprechen. Beispiel: Sie wollen 1000 EUR anlegen. Die Ausgabeaufschläge für Fond A betragen 5,0 Prozentpunkte, für Fond B 5,0 Prozentpunkte. Die Gesamtankaufsgebühr für Fond A liegt bei 47,62 EUR, für Fond B bei 50 EUR.
Diese 5,0 Prozentpunkte können daher je nach Berechnungsart unterschiedliche Aufwendungen auslösen. Es ist daher ratsam, sich vor dem Einkauf bei fremden Providern zu erkundigen, wie deren Frontend-Last errechnet wird. Bei einigen Auslandsfondsgesellschaften wird der prozentuale Anteil des Ausgabeaufschlages in den Inlandsanteil umgerechnet, bei anderen wird der unveränderte Ausgangsanteil als Emissionsanteil ausgewiesen, was zu einem optischen Minderwert führen kann.
Selbst wenn der Investor die Methode zur Ermittlung des Ausgabeaufschlags klargestellt hat, weiss er in den meisten FÃ?llen nicht, zu welchem Kurs er den Fond kauft. Der Custodian holt zuerst die An- und Verkaufsaufträge für den Tag ab und berechnet dann den Nettoinventarwert, den Rücknahme- und Ausübungspreis. Dabei wird der Nettoinventarwert und damit auch der Ausgabekurs nicht durch die Menge von Nachfrage und Gebot (z.B. Aktienkurs) bestimmt, sondern ausschließlich durch die im Sondervermögen befindlichen Vermögensgegenstände und deren Zeitbewertung.