Immobilienfonds in Abwicklung

Liegenschaftsfonds in Liquidation

Nach Ansicht der Experten von Scope Analysis sind Immobilienfonds im Kommen. Demnächst werden die letzten Immobilienfonds, die aufgrund der Finanzkrise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind, an die Depotbank übertragen. der die Abwicklung der Fonds begleitete. Die Analyse von DC Immo Consult: Welche Offenen Immobilienfonds verbrennen das meiste Geld in der Liquidation. ist eine Lehre über die Risiken von Offenen Immobilienfonds.

Auswertung: Übersicht über Immobilienfonds in Liquidation

Die Scope-Analyse hat nun einen Blick auf die 18 betreffenden Funds geworfen und gibt einen Ueberblick. Die Zahlungsunfähigkeit von Lehmann Brothers hat vor rund zehn Jahren die Welt der Finanzen erschüttert. In diese Sogwirkung kamen auch etliche offener Immobilienfonds - denn immer mehr Investoren wollten ihr angelegtes Kapital zurück. Weil eine Immobilie jedoch nicht so schnell verkauft werden kann, mussten 18 große Gelder einfrieren.

Einige dieser Transaktionen werden bis heute fortgeführt. Wie weit dieser Vorgang bei den Einzelfonds fortgeschritten ist und wie die bisher erreichten Resultate sind, hat das Rating- und Analysehaus Scope nun in einer Studie untersucht.

Liegenschaftsfonds in Liquidation

Die Scope Analyse hat zehn Jahre nach der Zahlungsunfähigkeit der Investment Bank Lehmann Brothers im Jahr 2008 und der anschließenden Auflösung von zahlreichen Offenen Immobilienfonds die Liquidation der damals abgeschlossenen Immobilienfonds genau unter die Lupe genommen. 2008 hat die Scope Analyse die Liquidation der damals abgeschlossenen Immobilienfonds untersucht. Im Durchschnitt aller abgerechneten Gelder ergab sich ein Minus von rund 22 Prozent. Es wurden 18 offen gestaltete Immobilienfonds mit einem betreuten Volumen von 26 Mrd. EUR aufgelöst und abgerechnet.

Auch neun Jahre nach den ersten Fondsauflösungen sind noch nicht alle Objekte verkauft. Gleichwohl ist schon jetzt ganz deutlich, wie hoch die Schäden sein werden und was die wesentlichen Einflussfaktoren für das Abflussergebnis waren. Die Bandbreite ist sehr vielfältig: Einige Investmentfonds wie DEGI Global Business (- 54,8 Prozent) und die Morgan Stanley P2 Value (- 52,5 Prozent) haben seit dem Stichtag 31. Dezember 2008 mehr als die Hälfe ihres Werts einbüßt.

Andererseits steht derzeit die Firma KanAm Special Grundinvest, die im Rahmen der Liquidation eine leichte Vermögenssteigerung (0,8 Prozent) erfuhr. Sieben der 18 berücksichtigten Investmentfonds haben ihr Portefeuille bereits komplett reduziert. Nach wie vor verfügen neun Investmentfonds über eine zweistellige Anzahl von Immobilien. Lediglich die beiden Investmentfonds CS Euroreal und SEB ImmobilienInvest müssen noch grössere Portfolios verkaufen.

Gegenwärtig wird ihr Betrag auf 765 Mio. EUR bzw. 634 Mio. EUR geschätzt. Die beiden Sondervermögen und der Kanal Grundinvestment sind die drei volumenstärksten heute noch. Diese drei in Liquidation befindliche Anlagefonds wurden jedoch vorübergehend (Mai 2012 bis Dez. 2013) mit einem hohen Discount von ihrem Inventarwert notiert.

Offene Immobilienfonds, die sich nicht in Liquidation befinden oder neu sind, haben in den letzten drei Jahren einen hohen Mittelzufluss verzeichnet. Alleine im Zeitraum Jänner 2017 bis Jänner 2018 stieg das Eigenkapital um 746 Mio. EUR auf fast 91 Mrd. EUR, so der Industrieverband BVI. Noch im Jänner 2015 waren es rund 81 Mrd. EUR.

Ende Jänner 2018 hatten Union Investment (32 Mrd. Euro) und DekaBank (28,8 Mrd. Euro) die mit großem Vorsprung grössten Portfolios.

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